AGEB: Energieeffizienz verbessert sich unterschiedlich
Von ISPEX am 3. Dez 2025
Die Energieeffizienz in Deutschland entwickelt sich weiterhin positiv – allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Sektoren. Das geht aus den aktuellen Effizienzindikatoren der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor.
Für die Herstellung von Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.000 Euro wurden 2024 durchschnittlich 2,9 Gigajoule Energie benötigt – rund 81 Liter Heizöl oder 805 Kilowattstunden Strom. Damit hat sich die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz seit 1991 um über 50 Prozent verbessert.
Am stärksten reduzierte sich die Energieintensität im Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) mit einer Verbesserung um rund 59 Prozent. In der Industrie beträgt die Effizienzsteigerung seit 1991 etwa 33 Prozent. Hier verschlechterte sich die Energieintensität zuletzt jedoch leicht, da viele Anlagen aufgrund der schwachen Konjunktur nicht mehr voll ausgelastet sind.
Im Haushaltsbereich sank der Energieaufwand für die Wohnraumbeheizung seit 1991 um etwa 28 Prozent auf derzeit 552 Megajoule pro Quadratmeter. Der Verkehrssektor bleibt dagegen mit einer Effizienzverbesserung von nur 19 Prozent seit 1990 das Schlusslicht.
Zudem zeigt die AG Energiebilanzen, dass sich auch im Umwandlungsbereich deutliche Fortschritte ergeben: Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung liegt inzwischen bei 61,7 Prozent – gegenüber 36,6 Prozent im Jahr 1990.
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