AGEB: Energieverbrauch 2025 stagniert

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland wird 2025 voraussichtlich stagnieren oder leicht sinken. Das geht aus der aktuellen Jahresschätzung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor. Demnach dürfte der Verbrauch um rund 0,1 Prozent auf 10.553 Petajoule (PJ) beziehungsweise 360,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten zurückgehen.

Verbrauchserhöhend wirkte im Jahresverlauf vor allem die kühlere Witterung, insbesondere in den heizintensiven Monaten Februar, März und Oktober. Ohne diesen Temperatureffekt wäre der Energieverbrauch laut AGEB um etwa 1,2 Prozent gesunken. Die schwache konjunkturelle Entwicklung, vor allem in energieintensiven Industriezweigen, wirkte dagegen dämpfend.

Beim Energieträgermix zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen: Der Erdgasverbrauch stieg 2025 um 3,6 Prozent, insbesondere aufgrund höherer Nachfrage im Raumwärmemarkt und eines verstärkten Einsatzes in Gaskraftwerken. Der Verbrauch von Mineralöl sank dagegen um 2,2 Prozent, vor allem infolge geringerer Nachfrage der chemischen Industrie.

Steinkohle wurde insgesamt etwas weniger verbraucht, auch wenn der Einsatz in der Stromerzeugung zunahm. Der Verbrauch von Braunkohle ging um mehr als 6 Prozent zurück. Die erneuerbaren Energien legten insgesamt um 3,6 Prozent zu, wobei das Wachstum nahezu ausschließlich auf die deutlich gestiegene Solarstromproduktion zurückzuführen ist.

Infolge des stagnierenden Energieverbrauchs und der veränderten Energieträgerstruktur rechnet die AG Energiebilanzen für 2025 mit einem Rückgang der energiebedingten CO₂-Emissionen um gut 6 Millionen Tonnen.

>> Mitteilung der AGEB

 
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