BNetzA: Festlegungsentwurf Verteilung Netzkosten

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat einen Entwurf zur Festlegung zur Verteilung von Mehrkosten in Netzen aus der Integration von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Die Konsultation ist bis 14.06.2024 geöffnet (BK8–24–001–A). Die Entscheidung wird für das dritte Quartal dieses Jahres erwartet. Der Verteilmechanismus soll bereits 2025 greifen (ISPEX berichtete hierzu).

Ziel der Regelung ist, einen Ausgleichsmechanismus innerhalb des Verteilnetzes zu schaffen. Dieser soll die Netzkosten-Belastung in Regionen mit hoher EE-Einspeisung und wenigen Abnehmern reduzieren.

Das Modell sieht vor, zu ermitteln, ob ein Netzbetreiber von einer besonderen Kostenbelastung aus dem Ausbau der Erneuerbaren betroffen ist. Die Bundesnetzagentur setzt eine Kennzahl aus dem Verhältnis aus erneuerbare Erzeugungsleistung zur Verbrauchslast im Netzgebiet fest. Sollte die Kennzahl den Schwellenwert von 2 überschreiten, kann die ermittelte Mehrbelastung zu 90 Prozent bundesweit verteilt werden. Dadurch sinken die Netzentgelte in den betroffenen Netzgebieten. Die so auflaufenden Kosten sollen in die Umlage nach § 19 StromNEV einfließen. Die Mehrbelastung für die Industrie würde somit weiterhin durch die Kappungen der Letztverbrauchergruppen B‘ und C‘ gedeckelt.

>> Konsultation zur Festlegung ( BK8-24-001-A)

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Andreas Seegers

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