Erweiterte Förderung Elektromobilität

Das Bundeskabinett hat am 31. Juli einen Vorschlag zu einer Steuergesetzesänderung (Jahressteuergesetzes 2019) verabschiedet. Darin werden unter anderem Maßnahmen zur weiteren Förderung der Elektromobilität angedacht. Bei der Besteuerung von Hybrid-, bzw. Elektrodienstwagen, die auch privat genutzt werden, soll die Regelung zur Anrechnung des geldwerten Vorteils bei der Einkommenssteuer auf 2030 verlängert werden. Demnach muss im Falle der Nutzung nur 1 Prozent des halben Bruttolistenpreises angerechnet werden.

Darüber hinaus sollen die Anforderungen an geförderte Fahrzeuge mit Hybridantrieb verschärft werden. Ab dem Jahr 2022 muss die (rein elektrisch betriebene) Mindestreichweite der geförderten Hybrid-Fahrzeuge 60 km betragen oder ein maximaler CO2-Ausstoß von 50 g/km gelten. Ab 2025 steigt die Mindestreichweite dann auf 80 km (oder max. CO2-Ausstoß von 50 g/km).

Elektrolieferfahrzeuge sollen ebenfalls gefördert werden. Im Rahmen einer Sonderabschreibung sollen bei der Anschaffung neuer, rein elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge im Zeitraum von 2020 bis Ende 2030 bereits im Jahr der Anschaffung eines solchen Fahrzeugs zusätzlich zu den regulären Abschreibungsmöglichkeiten die Hälfte der Anschaffungskosten steuerlich abzuschreiben sein.

Beim Leasing und Mieten von Hybrid-, bzw. Elektrofahrzeugen wird bis 2030 der bisherige Umfang der Hinzurechnung bei der Gewerbesteuer halbiert. Das verringere auch die tatsächliche Steuerzahlung.

Die bisher schon gültige Steuerbefreiung für betriebliche Fahrräder oder Elektrofahrräder soll bis Ende 2030 verlängert werden.

>> Mitteilung beim Bundesfinanzministerium