Gasspeicher: INES bilanziert niedrigen Füllstand

INES hat sein November-Update zu den Gas-Szenarien veröffentlicht und weist auf einen ungewöhnlich niedrigen Start in die Heizperiode hin. Zum 1. November waren die deutschen Gasspeicher nur zu 75 % gefüllt – deutlich weniger als in den Vorjahren und unterhalb dessen, was technisch möglich gewesen wäre. Ursache seien u. a. ein höherer Gasverbrauch in den vergangenen Monaten sowie eine schwächere Speicherbefüllung im europäischen Binnenmarkt.

Für den Winter 2025/26 modelliert INES drei Szenarien auf Basis der Temperaturjahre 2020 (warm), 2016 (normal) und 2010 (kalt). Während die gesetzlichen Füllstandsvorgaben im Falle warmer oder mittlerer Temperaturen eingehalten werden können, zeigen die Berechnungen für ein extrem kaltes Szenario ein deutlich verschärftes Risikobild: Die Speicher wären bereits Mitte Januar vollständig entleert, Unterdeckungen damit unausweichlich.

INES kritisiert, dass die Bundesregierung vorhandene Optionen aus dem Gasspeichergesetz nicht genutzt habe, um höhere Füllstände sicherzustellen. Für die kommenden Jahre fordert der Verband die Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten Instrumente zur sicheren und kostengünstigen Speicherbefüllung. Das nächste Szenarien-Update soll am 20. Januar 2026 erscheinen.

>> Pressemitteilung INES

 
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