Weitere Änderungen EEG 2021

EEG 2021, Besondere Ausgleichsregelung, BesAR

Neben den Neuregelungen bei der Eigenversorgung bringt das EEG 2021 in vielen weiteren Bereichen Anpassungen mit sich. Wir greifen einige Punkte aus der großen Novelle heraus und fassen wesentliche Änderungen bei der Besonderen Ausgleichsregelung sowie bei Messen und Regeln zusammen.

Besondere Ausgleichsregelung

  • Stromkostenintensität (SKI) stufenweise abgesenkt: Bei Liste 1-Unternehmen vermindert sich die SKI im Antragsjahr 2022 von 14 auf 13 Prozent. (13  Prozent im Antragsjahr 2022, 12 Prozent im Antragsjahr 2023 und 11 Prozent ab dem Antragsjahr 2024) (§ 64 Abs. 1 Nr. 2 a) EEG)
  • Stromkostenintensität für Unternehmen nach Liste 2 der Anlage 4 liegt bei mindestens 20 Prozent
  • Unabhängig von der Listenzuordnung gilt für alle Betriebe eine Begrenzung auf 15 Prozent der jeweils gültigen EEG-Umlage (Ausnahme: Härtefallregelung nach § 103 Abs. 4 EEG)
  • Bei der Wirtschaftsprüferbescheinigung nach § 64 Abs. 3 Nr. 1c) EEG ist keine Angabe mehr notwendig, in welcher Höhe ohne Begrenzung für diese Strommengen die EEG-Umlage zu zahlen gewesen wäre
  • Nachweis eines EnMS für das Begrenzungsjahr 2022 kann noch nach 50001:2011 (§ 103 Abs. 5 EEG) erfolgen
  • Ermittlung der Bruttowertschöpfung für die Begrenzungsjahre 2022 bis 2025 anhand der Auswahl von zwei der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (§ 103 Abs. 1 EEG)
  • Nur noch eine Angabe, kein Einreichen des Nachweises zum EnMS nach § 64 Abs. 3 Nr. 2 EEG mehr notwendig
  • Gemeinsame Mitteilung der EEG-Umlage nach § 74 Absatz 2 EEG möglich
  • Neue Begrenzung der EEG-Umlage für Landstromanlagen nach § 65b EEG geschaffen
  • Neue Begrenzung der EEG-Umlage für die Herstellung von Wasserstoff nach § 64a EEG geschaffen

Messen und Regeln

  • Schnellerer Netzanschluss für EE-Anlagen bis 10,8 kW (§ 8 Abs. 5 EEG): Anschluss direkt möglich, falls der Netzbetreiber die Monatsfrist für den Netzanschlussplan verstreichen lässt
  • Pflicht zum Einbau eines intelligenten Messsystems für neue Stromerzeugungsanlagen ab 7 kW (§9 Abs. 1a EEG) festgelegt
  • Einbaupflicht eines intelligenten Messsystems nach § 30 des Messstellenbetriebsgesetzes in Verbindung mit § 84a Nummer 1 und 2, tritt in Kraft, wenn das BSI technische Möglichkeit feststellt
  • Bei Anlagen zwischen 7 kW und 25 kW gilt nur eine Pflicht zur Abrufung der Ist-Einspeisung (§9 Abs. 1a EEG)
  • Stromerzeugungsanlagen über 25 kW können vom Netzbetreiber abgeregelt werden (§9 Abs. 1 Nr. 2 EEG). Das tritt in Kraft, sobald die technische Möglichkeit durch das BSI erklärt wurde

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Bildquelle: Fernando Tomás via Wikimedia Commons unter CC BY 2.0

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