Glossar
Lexikon der energiewirtschaftlichen und –technischen Begriffe – Damit wir uns verstehen!
Arbeitspreis, Lastgang, Zählpunktbezeichnung – der Energiemarkt hat seine eigene Sprache. Damit das für Sie kein Fachchinesisch bleibt, sorgt unser Glossar für Abhilfe. Sie vermissen eine Begriffserklärung? Dann teilen Sie uns das einfach hier mit. Kontakt
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| Abnahmestelle |
Die Abnahmestelle ist der Punkt, an dem das Netz des lokalen Netzbetreibers endet und die Energie an den Kunden übergeben wird. |
| Abnahmeverpflichtung |
bzw. Take or Pay Eine Abnahmeverpflichtung innerhalb eines Kaufvertrags wird oft vereinbart, um günstigere Konditionen zu erhalten. Dieses "Take or pay" bedeutet, dass sich der Käufer verpflichtet eine bestimmte Menge Strom oder Gas abzunehmen und zu bezahlen, egal ob er diese Menge verbraucht oder nicht. |
| Anbieterwechsel |
bzw. Vertragswechsel Seit der Liberalisierung des deutschen Strom- und Gasmarkts haben Geschäfts- und Privatkunden das Recht, ihren Energieanbieter bundesweit frei zu wählen bzw. von einem Anbieter zum anderen zu wechseln, um beispielsweise günstigere Preise oder bessere Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. |
| Arbeitspreis |
Der Arbeits- oder Verbrauchspreis ist der Preis, der bei leitungsgebundenen Energieträgern (Strom, Gas, Wärme) pro tatsächlich abgenommene Einheit entrichtet werden muss. Der Arbeitspreis macht aber nur einen Teil des gesamten Energiepreises aus. Hinzu kommen noch Netznutzungsentgelte sowie Abgaben und Steuern. |
| B | |
| Bandlieferung |
Energielieferung (z.B. Strom oder Erdgas) mit einer für die gesamte Vertragslaufzeit (Lieferzeitraum) konstanten Leistung. |
| Baseload |
Der EEX Baseload ist ein quartalsweise gewichteter Durchschnittspreis für 24 Stunden Grundlaststrom, der an der European Energy Exchange (EEX) gebildet wird. |
| Benchmarking |
Systematischer und kontinuierlicher Prozess des Vergleichens von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen im eigenen Unternehmen mit denen in fremden Unternehmen in qualitativer und/oder quantitativer Hinsicht. Das von ISPEX angebotene Energie-Benchmarking vergleicht die Energiedaten von Unternehmen innerhalb einer Branche untereinander und liefert damit für die Branche aussagefähige Kennzahlen in puncto Energieeffizienz. Daneben erhalten die einzelnen Unternehmen aus der individuellen Auswertung wertvolle Hinweise zur eigenen Energieeffizienz. Die eigenen Kennzahlen im Vergleich zu den Branchenergebnissen zu betrachten, gibt Aufschluss darüber, wo mit den geeigneten Optimierungsmaßnahmen Verbesserungen erzielt werden können. |
| Benutzungsstunden |
bzw. Benutzungsdauer Benutzungsstunden sind die in Stunden ausgedrückte Benutzungsdauer, in der ein Verbraucher über das Jahr Energie aus dem elektrischen Netz entnommen hat. Sie errechnen sich durch die gesamte verbrauchte Energiemenge in kWh über zwölf Monate geteilt durch die höchste dabei aufgetretene Energieleistung in kW. Die Benutzungsdauer kann bei maximal 8.760 Stunden pro Jahr liegen, die Regel sind etwa 1.500 bis 4.500 Stunden. |
| Brennwert |
Als Brennwert bezeichnet man die gesamte Energie eines Brennstoffs, die bei seiner vollständigen Verbrennung frei wird. Er wird in der Regel gemessen in Kilowattstunden pro Kubikmeter [kWh/m3]. |
| Bundesnetzagentur |
Die Bundesnetzagentur ist eine selbständige Behörde im Bereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie mit Sitz in Bonn. Sie hat die zentrale Aufgabe, für die Einhaltung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), Postgesetzes (PostG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und ihrer Verordnungen zu sorgen. Damit stellt sie die Liberalisierung und Deregulierung der Märkte Telekommunikation, Post und Energie durch einen diskriminierungsfreien Netzzugang und effiziente Netznutzungsentgelte sicher. Im Bereich Energie gewährleistet die Bundesnetzagentur
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| C | |
| Carbon Footprint |
Der Carbon Footprint (CF) zeigt die Menge der im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit freigesetzten Treibhausgase eines Betriebs oder eines einzelnen Produkts während dessen gesamter Lebensdauer - einschließlich der späteren Verwertung oder Entsorgung. Mit dem Carbon Footprint können Unternehmen ihren Beitrag zur CO2-Reduktion messbar machen. |
| Contracting |
Contracting ist eine vertraglich vereinbarte Dienstleistung zwischen einem Gebäudeeigentümer oder -nutzer und einem spezialisierten Energiedienstleistungsunternehmen (Contractor). Der Contractor führt zum Beispiel Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Optimierung der Energieversorgung oder zur Energiekostensenkung durch und gewährleistet den wirtschaftlichen Erfolg der Maßnahmen über einen längeren Vertragszeitraum. Die Refinanzierung der Aufwendungen (z. B. für eine neue Heizungsanlage, Beleuchtungssysteme oder Gebäudedämmung) erfolgt durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten (Energiespar-Contracting) oder durch ein Entgelt für die gelieferten Commoditys wie Wärme, Kälte oder Strom (Energieliefer-Contracting). |
| D | |
| Detailberatung |
Bei einer Initialberatung analysiert ein Energieberater die energetische Ausgangssituation des Unternehmens und gibt Hinweise auf Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz. Für KMU gibt es staatliche Zuschüsse von der KfW von bis zu 1.280,- Euro. Bei der anschließenden Detailberatung erarbeitet der Energieberater konkret die Maßnahmen, die zu den größten Kosteneinsparungen führen können. Für KMU gibt es staatliche Zuschüsse von der KfW von bis zu 4.800,- Euro. |
| Durchleitungsgebühr |
bzw. Netznutzungsentgelte Vom Netzbetreiber verlangte Gebühr für die Weiterleitung von Energie durch die von ihm bereitgestellten Netze. |
| E | |
| EEG-Umlage |
Im Rahmen des EEG-Gesetzes (Erneuerbare-Energien-Gesetz) erhalten Kraftwerks- und Anlagenbetreiber, die erneuerbare Quellen (zum Beispiel Wind-, Solar-, Wasserkraft) zur Energieerzeugung einsetzen von den Energieversorgern, die die Energie abnehmen, eine entsprechende Vergütung, um den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen zu sichern. Die Versorger wiederum geben diese zusätzlichen Kosten in Form der EEG-Umlage an die Endenergieverbraucher weiter. |
| Einspeisevergütung |
Die Einspeisevergütung ist ein festgelegter Betrag, der von den Versorgern an Stromerzeuger gezahlt wird, die ihre Energie mit Wasser-, Windkraft oder Solarenergie erzeugen. Diese gesetzlich vorgeschriebenen und garantierten Zahlungen dienen der Förderung von regenerativ erzeugtem Strom. Grob gerechnet ergibt die Einspeisevergütung abzüglich des geschätzten Börsenpreises des EEG-Stroms die prognostizierte EEG-Umlage, die auf die Endenergieverbraucher abgewälzt wird. |
| Elektronische Energieauktion |
Über elektronische Online-Auktionen schreibt ISPEX den Strom- und Gasbedarf von Sondervertragskunden mit registrierender Leistungsmessung aus. In einem offenen Bieterverfahren treten Energielieferanten gegeneinander an, geben ihre Gebote ab und unterbieten sich gegenseitig im Preis. Mit diesem speziellen Auktionsverfahren werden die Einholung und der Vergleich von Energielieferangebote wesentlich vereinfacht. Unternehmen erhalten innerhalb weniger Stunden mehrere Angebote verschiedener Versorger zu günstigen tagesaktuellen Preisen und kaufen damit schneller und günstiger Energie ein. Für Unternehmen, die jährlich mehr als 100.000 Kilowattstunden Strom oder 1,5 Millionen Kilowattstunden Gas verbrauchen, lohnen sich Online-Energieauktionen. Dabei ist es unerheblich, ob die Energiemenge an einem Standort abgenommen wird oder auf mehrere Filialen verteilt ist. |
| Elektronische Energieausschreibungen |
Für Unternehmen mit hohem Energiebedarf oder außergewöhnlichen Bezugsstrukturen beschafft ISPEX Energie über elektronische Strom- und Gasausschreibungen. Individuelle Beschaffungskonzepte berücksichtigen die konkrete Unternehmenssituation. Damit erhalten Unternehmen genau die Energie, die sie benötigen. ISPEX betreut Sondervertragskunden von der Erstellung der aussagekräftigen und auf das individuelle Beschaffungskonzept abgestimmten Ausschreibungsunterlagen, über die Angebotseinholung und persönliche Verhandlungen bis hin zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Umsetzung der Energielieferverträge. |
| Energieaudit |
Im Rahmen des Energiemanagements durchgeführte Energieaudits bilden die Grundlage für zielgerichtete Energieoptimierungen. Dabei wird der aktuelle Energieverbrauch eines Gebäudes, einer Anlage oder eines Unternehmens analysiert und Trends zur künftigen Entwicklung bzw. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und deren Kosten aufgezeigt. Energieaudits werden in der Regel von einem in der KfW-Beraterbörse zugelassenen Energieeffizienzberater durchgeführt. Bei ISPEX sind das Experten des ife – Institut für Energieeffizienz bzw. aus unserem umfangreichen Spezialisten-Netzwerk. |
| Energieeffizienz |
Energie wird eingesetzt, um eine entsprechende Energiedienstleistung (zum Beispiel eine gut beleuchtete Fabrikhalle oder warme Büros im Winter) zu erhalten. Dieselbe Energiedienstleistung kann oft mit unterschiedlich großem Energieeinsatz erzeugt werden. Die Energieeffizienz ist umso höher, wenn ein gewünschter Nutzen mit möglichst wenig Energieeinsatz erreicht wird und je geringer die Energieverluste bei der Gewinnung, Umwandlung, Verteilung und Nutzung von Energie(trägern) für die jeweilige Energiedienstleistung sind. |
| Energieeffizienzberatung |
Siehe auch Initial- und Detailberatung Von der KfW geförderte und von KfW-zertifizierten Beratern durchgeführte Vor-Ort-Analysen, um sich ein umfassendes Bild des energetischen Zustands des untersuchten Objekts zu machen. Diese individuelle Energieanalyse bildet die Entscheidungsgrundlage für notwendige Energieeffizienzmaßnahmen. |
| Energiemanagement |
Energiemanagement im Sinne von ISPEX ist die umfassende Planung aller Maßnahmen für eine effiziente und innovative Energiebeschaffung, regelmäßiges Energiecontrolling, Optimierung im kaufmännischen und technischen Bereich und abgestimmte Finanzierungslösungen für Investitionen in die Energietechnik für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen. Ziel ist es dabei, die Energiebedürfnisse der Nutzer möglichst allumfassend abzudecken und dabei eine sichere Versorgung zu gewährleisten, die Energie nach ökonomischen Gesichtspunkten zu beschaffen und zu verwerten und Konzepte zur Einsparung des Energieverbrauchs zu erstellen. |
| Energiemanagementsystem |
Ein professionelles und umfassendes Energiemanagement macht die Energiesituation im Unternehmen systematisch und kontinuierlich transparent und trägt erheblich dazu bei, die Energiekosten zu reduzieren. Wirtschaftliche, technische und rechtliche Aspekte werden dabei ganzheitlich betrachtet. Die 2009 in Kraft getretene DIN EN 16001 gibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem vor, das Unternehmen unterstützt, den Energieverbrauch systematisch zu vermindern. Auf dieser Basis sind kontinuierliche Kostensenkungen durch die effiziente Nutzung bestehender Ressourcen realisierbar. Die Erfahrungen zeigen, dass sich dabei entstehende Beratungskosten oder Investitionen in Energiesparmaßnahmen innerhalb kurzer Zeit rechnen. |
| Energiesteuer |
Die Energiesteuer ist eine Teilsteuer der Ökosteuer und bundesgesetzlich geregelte Verbrauchsteuer auf Energieerzeugnisse wie Benzin, Dieselkraftstoff, leichtes und schweres Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und Kohle. Strom wird gesondert gemäß dem Stromsteuergesetz besteuert. Als Verbrauchsteuer wird die Energiesteuer wirtschaftlich vom Verbraucher getragen. Die Erhebung erfolgt jedoch aus verwaltungsökonomischen Gründen bereits beim Hersteller oder einem Weiterverkäufer auf einer nachgelagerten Handelsstufe. Die Energiesteuer wird anschließend über den Warenpreis auf die Endverbraucher abgewälzt. Berechtigte Betriebe können unter bestimmten Voraussetzungen Steuerentlastungen in Anspruch nehmen. Die Energieexperten von ISPEX überprüfen gerne die sich dabei für Ihr Unternehmen ergebenden Möglichkeiten. |
| European Energy Exchange (EEX) |
International aufgestellter europäischer Marktplatz für Energie und energienahe Produkte mit Sitz in Leipzig. Die EEX betreibt Spotmärkte für Strom, Gas und Emissionsrechte sowie einen Terminmarkt, an dem Futures und Optionen auf Strom, Gas, Emissionsrechte und Kohle gehandelt werden. |
| F | |
| Förderprogramme |
Im Rahmen der deutschen Energiepolitik können Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Verbände und Privatpersonen staatliche Förderungen auf Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz oder zum Einsatz erneuerbarer Energien in Anspruch nehmen. Die Experten von ISPEX und ife - Institut für Energieeffizienz informieren über entsprechende Förderprogramme. |
| G | |
| Gaswirtschaftsjahr |
Das Gaswirtschaftsjahr bezeichnet den Zeitraum vom 1. Oktober, 6.00 Uhr, eines Kalenderjahres bis zum 1. Oktober, 6.00 Uhr, des folgenden Kalenderjahres. Es ist Grundlage zahlreicher Verträge über Gaslieferungen und die Buchung von Durchleitungskapazitäten bei den Gasnetzbetreibern. Diese Regelung hat sich in der Gaswirtschaft etabliert, da zum 1. Oktober traditionell die Heizperiode mit erhöhtem Erdgasbedarf beginnt. |
| Gewerbekunden |
Energieverbraucher mit Abnahmestellen (Strom etwa bis 100.000 kWh, Gas bis 1,5 Mio. kWh), die Energie nach Standardlastprofil beziehen und von den Energieversorgern nach Tarif abgerechnet werden. |
| Gleichstrom |
Siehe auch Wechselstrom Gleichstrom ist Strom, der seine Fließrichtung nicht ändert wie zum Beispiel in Batterien, Akkus und Solarzellen. |
| Grundlast |
Die Grundlast ist der Energiebedarf, der innerhalb eines Stromnetzes kontinuierlich rund um die Uhr benötigt wird. Kraftwerke, die Strom aufgrund niedriger Brennstoffkosten besonders günstig produzieren können, so genannte Grundlastkraftwerke wie zum Beispiel Braunkohle- und Kernkraftwerke, decken diesen Bedarf ab. |
| Grundversorgung |
Energielieferungen in Niederspannung (Strom) oder Niederdruck (Gas) an private Verbraucher zu allgemeinen Bedingungen und angemessenen Konditionen, die öffentlich einsehbar sein müssen. |
| H | |
| H-Gas |
Beim Erdgas werden die Qualitäten L (low) und H (high) unterschieden. Aufgrund des höheren Methangehaltes (87 bis 99 Vol. %) hat H-Gas einen höheren Brennwert. L-Gas enthält bei Methananteilen von 80 bis 87 Vol. % größere Mengen an Stickstoff und Kohlendioxid und weist einen niedrigeren Brennwert auf. |
| Hochspannung |
Siehe auch Netzebene Das Hochspannungsnetz, das meist eine Betriebsspannung von 110kV hat, dient dem regionalen Transport von Strom in ländlichen Gebieten sowie der innerstädtischen Verteilung in Ballungsräumen. Auch größere Abnehmer sind teilweise an das Hochspannungsnetz angeschlossen. |
| I | |
| Industriekunden |
bzw. Sondervertragskunden Energieverbraucher mit Abnahmestellen (Strom etwa ab 100.000 kWh, Gas ab 1,5 Mio. kWh) mit registrierender Leistungsmessung, die Energielieferkonditionen direkt mit den Versorgern aushandeln und daher Energieauktionen und -ausschreibungen als Maßnahmen zur Energiebeschaffung nutzen können. |
| Initialberatung |
Bei einer Initialberatung analysiert ein Energieberater die energetische Ausgangssituation des Unternehmens und gibt Hinweise auf Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz. Für KMU gibt es staatliche Zuschüsse von der KfW von bis zu 1.280,- Euro. Bei der anschließenden Detailberatung erarbeitet der Energieberater konkret die Maßnahmen, die zu den größten Kosteneinsparungen führen können. Für KMU gibt es staatliche Zuschüsse von der KfW von bis zu 4.800,- Euro. |
| J | |
| Jahresdauerlinie |
Das Diagramm der Jahresdauerlinie zeigt den Leistungsbedarf je Zeiteinheit (i.d.R. Stunden) einer Anlage über ein Jahr, nach Leistunggröße sortiert. Je steiler die Linie daher verläuft, umso ungleichmäßiger ist der Leistungsbedarf der Anlage. Verläuft die Jahresdauerlinie flach, ist der Leistungsbedarf über das ganze Jahr auf einem einheitlichen Level. |
| Jahreshöchstleistung |
bzw. Leistungsspitze Die Jahreshöchstleistung ist die maximale Leistung in KW (Kilowatt), die ein Kunde innerhalb der letzten zwölf Monate vom Stromnetz abgenommen hat. |
| K | |
| Kilowatt Peak |
Kilowatt Peak (kWp) gibt die Leistung an, die Solarmodule unter festgelegten Standard-Testbedingungen erreichen. Der kWp-Wert ist somit eine Kennzahl, die zum Leistungsvergleich verschiedener Solaranlagen und -module untereinander dient. |
| Kilowattstunde (kWh) |
Energieeinheit, in der vor allem Strom- und Heizwärmekosten abgerechnet werden. Eine kWh entspricht 1.000 Wattstunden (Wh = Energie die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt; 1 Wh = 3600 Wattsekunde (Ws) = 3600 Joule = 3,6 Kilojoule) 1 Megawattstunde (MWh) = 1000 kWh = 1 Million Wattstunden 1 Gigawattstunde (GWh) = 1 Million kWh = 1 Milliarde Wattstunden 1 Terawattstunde (TWh) = 1 Milliarde kWh = 1 Billion Wattstunden |
| Konzessionsabgabe (KA) |
Die Konzessionsabgabe (KA) ist ein Bestandteil des Energiepreises. Energie- und Wasserversorger entrichten sie an Städte und Gemeinden und erkaufen sich damit das Recht, öffentliche Verkehrswege für das Verlegen und Betreiben von Strom-, Gas- oder Wasserleitungen zu nutzen, um die Endverbraucher zu versorgen. Die Konzessionsabgabe wird von den Versorgern an die Endverbraucher weiterberechnet. Die Höhe hängt im Wesentlichen von der Einwohnerzahl der Gemeinde, von der Spannungsebene des jeweiligen Anschlusses oder von der Verbrauchsstruktur des Abnehmers ab. Im ispexEnergiekonto ist die jeweils gültige Konzessionsabgabe (in Cent pro kWh) für jeden Kunden individuell hinterlegt. |
| Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) |
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt über die KfW-Förderbank im Auftrag des Bundes günstige Kredite und andere Fördermittel. Gefördert werden unter anderem Projekte, in denen es um Umweltschutz, Energiesparen und den Einsatz regenerativer Energien geht, beispielsweise kleine und mittlere Unternehmen, die Energiespar- oder Umweltschutzmaßnahmen umsetzen wollen, verschiedene Umwelt- und Klimaschutzprogramme sowie Privatpersonen. |
| KWK-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplung) |
Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sieht die Nutzung von Brennstoffen zur Erzeugung von Kraft und Wärme in einem einzigen gekoppelten Prozess vor. Dadurch ergibt sich eine wesentlich effizientere Nutzung der eingesetzten Energierohstoffe, als durch getrennte Erzeugung von Kraft und Wärme, die sehr viel mehr Energie verbraucht. Die KWK-Umlage ist ein Bestandteil des Energiepreises. Mit ihr wird die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gefördert. Abhängig von Alter und Modernisierungsstand der Anlage wird der Strom mit einem bestimmten Betrag (Cent/kWh) vergütet. |
| L | |
| L-Gas |
Beim Erdgas werden die Qualitäten L (low) und H (high) unterschieden. Aufgrund des höheren Methangehaltes (87 bis 99 Vol. %) hat H-Gas einen höheren Brennwert. L-Gas enthält bei Methananteilen von 80 bis 87 Vol. % größere Mengen an Stickstoff und Kohlendioxid und weist einen niedrigeren Brennwert auf. |
| Lastgang |
bzw. Lastprofil Eine Reihe von Werten, die den Energiebedarf eines Unternehmens über einen Zeitraum hinweg darstellt. Dabei werden Daten über die Lastspitzen und deren Zeitpunkt, Häufigkeit und Dauer im Viertelstundentakt ermittelt. Bei Stromkunden mit einem jährlichen Verbrauch von mehr als 100.000 kWh (Sondervertragskunden, Industriekunden) wird der Lastgang mit Hilfe von fernausgelesenen Lastgangzählern gemessen (registrierende Leistungsmessung RLM), bei kleineren Kunden (Gewerbetarifkunden) wird auf ein repräsentatives Lastprofil zurückgegriffen, welches auf dem Abnahmeverhalten eines typischen Endverbrauchers, den sogenannten Standardlastprofilen (SLP), basiert. |
| Lastmanagement |
Beim Lastmanagement wird systematisch analysiert, in welcher Zeit wie viel Strom verbraucht wird. Dadurch können die Stromkosten bei gleichbleibendem Verbrauch gesenkt werden. Optionen zur Kosteneinsparungen sind es beispielsweise Lastspitzen zu vermeiden oder den Verbrauch in Zeiträumen mit hohem Strompreis zu verringern. |
| Leistungsspitze |
bzw. Jahreshöchstleistung Die Leistungsspitze ist die maximale Leistung in KW (Kilowatt), die ein Kunde innerhalb der letzten zwölf Monate vom Stromnetz abgenommen hat. |
| M | |
| Mittellast |
Die Mittellast ist der Energiebedarf, der über die Grundlast, also den kontinuierlich rund um die Uhr benötigten Energiebedarf, hinausgeht. Diesen Mittellastbedarf decken so genannte Mittellastkraftwerke wie zum Beispiel Steinkohlekraftwerke. Diese können flexibel für erhöhten Energiebedarf eingesetzt werden, weil sie sich schneller regeln lassen als die schwerfälligeren Grundlastkraftwerke. |
| Mittelspannung |
Siehe auch Netzebene Zur Energieübertragung im regionalen Bereich dient die Mittelspannung zwischen 1.000 Volt (1kV) und 60.000 Volt (60 kV). |
| N | |
| Netzbetreiber |
Netzbetreiber sind für die Errichtung, den Betrieb und die Instandhaltung von Energienetzen verantwortlich und stellen somit die Übertragung von Strom und Gas vom Anbieter zum Endverbraucher sicher. Seit der Liberalisierung des Energiemarktes müssen Netzbetreiber ihre Netze gegen Netznutzungsentgelt (Durchleitungsgebühr) auch anderen Anbietern zur Verfügung stellen. |
| Netzebene |
Das Elektrizitätsnetz ist in sieben Netzebenen unterteilt. Dabei kennzeichnet die ungerade Nummerierung die unterschiedlichen Spannungsebenen im Netz, die gerade Nummerierung die Umspannungsebenen.
Die Stromtarife sind abhängig von der jeweiligen Netzebene. Haushaltskunden sind in der Regel auf Ebene 7 eingestuft. Auch die anfallenden Netznutzungsentgelte richten sich nach den Netzebenen in denen der Strom abgenommen wird. |
| Netznutzungsentgelte |
bzw. Durchleitungsgebühr Verlangt der Netzbetreiber für die Weiterleitung von Energie durch die von ihm bereitgestellten Netze. |
| Niederspannung |
Siehe auch Netzebene An das Niederspannungsnetz (Betriebsspannung: 0,4 kV) sind in der Regel Abnehmer mit kleiner Leistungsabnahme bzw. Einspeiser mit geringer Leistung angeschlossen. |
| Ã | |
| Ökosteuer |
Die Ökosteuer besteht aus zwei Teilsteuern, der Stromsteuer und der Energiesteuer. Sie ist unter anderem beim Bezug von allgemein als umweltschädigend eingestuften Rohstoffen wie Erdöl oder Kohle zu entrichten und soll durch die Verteuerung Unternehmen und Verbraucher dazu motivieren, sich verstärkt nach umweltschonenden und günstigeren Alternativen umzusehen. |
| Ökostrom |
Strom, der ausschließlich aus regenerativen (erneuerbaren) Energiequellen wie Wasser- und Windkraft, Solarenergie, Biomasse und Erdwärme erzeugt wird. |
| P | |
| Peakload |
Der Peakload (Spitzenlast) bezeichnet besonders hohe Energieanforderungen in einem Stromnetz, die weit über den Mittel- und Grundlastbedarf hinausgehen. Um diese Bedarfsspitzen zu bedienen, werden in der Stromversorgung Kraftwerke wie beispielsweise Pumpspeicher-, Druckluftspeicher- oder Gasturbinenkraftwerke eingesetzt, die in ganz kurzer Zeit hohe Leistungen bereitstellen können. Der Spitzenlaststrom wird in so genannten Einzelstundenkontrakten an der Energiebörse EEX gehandelt und ist entsprechend teurer. |
| Photovoltaik |
Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik, bei der Strahlungsenergie, zumeist das Sonnenlicht, mit Hilfe von Solarzellen in elektrischen Strom umgewandelt wird. Dieser wird in den meisten Fällen in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dort nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) vergütet. |
| R | |
| RECS-Zertifikate |
RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) sind Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien und dienen Energieversorgern zur entsprechenden Kennzeichnung des Stroms. Ein RECS-Zertifikat bestätigt, dass der Strom auf umweltfreundliche Weise produziert wurde. Die Zertifikate können unabhängig vom physikalischen Stromfluss gehandelt werden und dienen dem Käufer als Nachweis, dass der von ihm verbrauchte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Pro erzeugter Megawattstunde Ökostrom wird ein Zertifikat vergeben. |
| Regelenergieumlage |
Schwankungen im Versorgungsnetz, die durch sich ständig verändernde Entnahme- und Einspeisemengen entstehen, werden durch die so genannte Regelenergie aufgefangen. Sie gewährleistet die ununterbrochene Stromversorgung der Endabnehmer. Der Großteil der Regelenergie wird in Spitzenlastkraftwerken erzeugt, die die benötigte Energie zwar teuer aber dafür innerhalb kürzester Zeit bereitstellen. Die Kosten für die Bereitstellung der Regelenergie werden über die Regelenergieumlage auf die Endabnehmer übertragen. |
| Registrierende Leistungsmessung |
Bei Sondervertragskunden (Strom i. d. R. ab 100.000 kWh p. a., Gas ab 1.500.000 kWh p. a.) wird die in Anspruch genommene Leistung mit Hilfe von fernausgelesenen Lastgangzählern mittels registrierender Leistungsmessung ermittelt. Dabei wird der Verbrauch viertelstündlich festgehalten, 96 Mal am Tag, 35.040 Mal im Jahr. Die Zeitreihe sämtlicher Einzelmessungen ergibt den so genannten Lastgang, der als Lastprofil abgebildet wird. Leistungsgemessene Unternehmen können Energielieferkonditionen direkt mit den Versorgern aushandeln. Hier bringen die von ISPEX durchgeführten Energieauktionen und -ausschreibungen innerhalb weniger Stunden tagesaktuelle Angebote. |
| S | |
| Sondervertragskunden |
bzw. Industriekunden Energieverbraucher mit Abnahmestellen (Strom etwa ab 100.000 kWh, Gas ab 1,5 Mio. kWh) mit registrierender Leistungsmessung, die Energielieferkonditionen direkt mit den Versorgern aushandeln und daher Energieauktionen und -ausschreibungen als Maßnahmen zur Energiebeschaffung nutzen können. |
| Spitzenausgleich |
Für die aus den zwei Teilsteuern Stromsteuer und Energiesteuer bestehende Ökosteuer gibt es zahlreiche Entlastungen und Ermäßigungen. Der Spitzenausgleich, der von Unternehmen des produzierenden Gewerbes beantragt werden kann, ist eine davon. Die Energieexperten von ISPEX überprüfen gerne die sich dabei für Ihr Unternehmen ergebenden Möglichkeiten. |
| Spitzenlast |
Die Spitzenlast (Peakload) bezeichnet besonders hohe Energieanforderungen in einem Stromnetz, die weit über den Mittel- und Grundlastbedarf hinausgehen. Um diese Bedarfsspitzen zu bedienen, werden in der Stromversorgung Kraftwerke wie beispielsweise Pumpspeicher-, Druckluftspeicher- oder Gasturbinenkraftwerke eingesetzt, die in ganz kurzer Zeit hohe Leistungen bereitstellen können. Der Spitzenlaststrom wird in so genannten Einzelstundenkontrakten an der Energiebörse EEX gehandelt und ist entsprechend teurer. |
| Standardlastprofil |
Das Standardlastprofil (SLP) ist ein nach Kundengruppen festgelegtes, repräsentatives Lastprofil, das den Lastgang von nicht leistungsgemessenen Energieverbrauchern (Strom i. d. R. unter 100.000 kWh p. a., Gas unter 1.500.000 kWh p. a.) beschreibt. Es dient den Energieversorgern dazu, die zukünftig benötigten Energiemengen relativ genau zu prognostizieren. Energieverbraucher mit Standardlastprofil werden in der Regel nach Gewerbetarif abgerechnet. Für sie kann ISPEX über Tarifoptimierungen bessere Konditionen herausholen. |
| Stromsteuer |
Die Stromsteuer ist eine Teilsteuer der Ökosteuer, die den Stromverbrauch besteuert. Sie wird gemäß Stromsteuergesetz als Verbrauchsteuer wirtschaftlich vom Verbraucher getragen. Berechtigte Betriebe können sich von der Stromsteuer unter bestimmten Voraussetzungen teilweise befreien lassen. Die Energieexperten von ISPEX überprüfen gerne die sich dabei für Ihr Unternehmen ergebenden Möglichkeiten. |
| T | |
| Take or Pay |
bzw. Abnahmeverpflichtung Eine Abnahmeverpflichtung innerhalb eines Kaufvertrags wird oft vereinbart, um günstigere Konditionen zu erhalten. Dieses "Take or pay" bedeutet, dass sich der Käufer verpflichtet eine bestimmte Menge Strom oder Gas abzunehmen und zu bezahlen, egal ob er diese Menge verbraucht oder nicht. |
| Tarifkunden |
Stromverbraucher aus Privathaushalten, der Landwirtschaft und Gewerbebetrieben, die Energiepreise nicht frei mit den Energieanbietern verhandeln können, sondern nach festgelegten Tarifen abgerechnet werden. Dabei wird auf ein repräsentatives Lastprofil zurückgegriffen, welches auf dem Abnahmeverhalten eines typischen Endverbrauchers, den sogenannten Standardlastprofilen (SLP), basiert. Die Tarifvielfalt auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt ist immens und oft auch von Profis nicht einfach zu durchschauen. Daher bietet es sich an, einen leistungsfähigen Tarifrechner wie www.ispex-direct.de zu Rate zu ziehen. Denn Tarifkunden zahlen meist die höchsten Energiepreise. |
| Terminmarkt |
Markt an der Börse, an dem Futures und Optionen gehandelt werden. |
| Tranchenbelieferung |
Sondervertragskunden mit einem besonders hohen Strom- oder Gasbedarf können diesen in mehreren Portionen über einen Tranchenvertrag ordern und damit die Mengen an die aktuelle Marktlage anpassen. Weil dabei der Gesamtbedarf nicht auf einmal, sondern in Teilmengen beschafft wird, reduziert sich das Preisrisiko deutlich. Die Preise sind durch die Kopplung an die EEX transparent und können durch schnelle Reaktion auf Veränderungen aktiv gestaltet werden. Die Energieexperten von ISPEX beobachten den Energiemarkt genau und beraten Sie unter anderem bei der Wahl des Einkaufszeitpunkts. |
| U | |
| Umspannung |
Siehe auch Netzebene Die Spannungsebene von Strom wird durch die Umspannung über Transformatoren in eine höhere oder niedrigere Spannungsebene gewandelt. Im öffentlichen Stromnetz erfolgt die Umspannung in sogenannten Umspannwerken. |
| V | |
| Versorgungssicherheit |
Die Versorgungssicherheit ist gesetzlich festgeschrieben garantiert die durchgehende Stromversorgung eines Kunden, beispielsweise beim Anbieterwechsel. Selbst beim Ausfall des neuen Versorgers kann es nicht dazu kommen, dass „die Lichter ausgehen“. Die örtlichen Betreiber sind in diesem Fall verpflichtet, die Stromversorgung zu übernehmen. |
| Vertragswechsel |
bzw. Anbieterwechsel Seit der Liberalisierung des deutschen Strom- und Gasmarkts haben Geschäfts- und Privatkunden das Recht, ihren Energieanbieter bundesweit frei zu wählen bzw. von einem Anbieter zum anderen zu wechseln, um beispielsweise günstigere Preise oder bessere Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. |
| W | |
| Wechselstrom |
Siehe auch Gleichstrom Wechselstrom ist Strom, der mit einer periodischen Frequenz (in Europa 50 Hz) kontinuierlich seine Fließrichtung wechselt. Wegen der einfachen Erzeugung und Transformation der Spannung sowie des günstigeren Betriebs erfolgt die Energieversorgung weltweit mit Wechselstrom. |
| Z | |
| Zählpunktbezeichnung |
Der Zählpunkt ist die Stelle im Netz, an der Energie entnommen oder in das Netz eingespeist wird. Jede Zählpunktbezeichnung wird einmalig und eindeutig für einen bestimmten Zählpunkt (z. B. Abnahmestelle, Aus- bzw. Einspeisestelle oder Übergabestelle) vergeben. Sie besteht aus 33 Stellen, die sich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzt:
Bsp. D E 0 0 0 0 9 1 9 5 4 4 8 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 4 9 6 9 7 2 4 6 |


ISPEX AG 2012